Skip to content

Steuern wir in der Logistik auf eine Katastrophe zu?

Chip- und Aluminiummangel, Baustoffe, Ersatzteile, es fehlen immer mehr Güter!

Die Containerlogistik hakt.

Durch eine gut funktionierende Logistik lässt sich bei vielen Geschäftsprozessen Geld sparen.

Waren werden in Ländern produziert, in denen die Produktionskosten viel niedriger sind als in dem Land, in dem die Güter gebraucht werden. Aus diesem Umstand heraus haben sich die Lieferketten so entwickelt, dass immer mehr Waren termingerecht und günstiger aus dem Ausland importiert werden können, als sie im eigenen Land produzieren zu können.

Das wäre bei entsprechender Lagerhaltung auch nicht unbedingt das Problem.

Leider kostet Lagerhaltung Geld, dass man sich durch eine gute, bis auf das Letzte optimierte Lieferkette sparen kann.

Durch die bis auf das letzte ausgereizte Optimierung der Lieferketten ist das System so weit gereift, dass wohl kaum jemand erkannt hat, dass durch diese Optimierungen die Logistik in vielen Bereichen so fragil geworden ist, dass eine kleine Störung reicht, um das System in Stress zu bringen.

Corona, Blockade des Suezkanals, Energiemangel in China.

Plötzlich kommen die Lieferketten unter einen noch nie da gewesenen Druck.

Jetzt rächt sich die Optimierung der Lieferkette, die kaum einen Spielraum für das Ausbessern von Fehlern zugelassen hat. Meiner Meinung nach werden jetzt die Unternehmen abgestraft, die zur Einsparung von Kosten immer mehr auf das Just in time-Lager gesetzt haben und nun die wichtigen zur Produktion benötigten Güter aus dem Ausland nicht mehr zeitgerecht geliefert bekommen.

Der Verbraucher wird den Schaden nicht nur an steigenden Preisen, sondern auch an vielen Dingen wie Kurzarbeit, Warenknappheit usw. merken.

Die nächste Störung der Lieferketten steht aber auch schon in den Startlöchern. Das Problem der fehlenden Berufskraftfahrer wurden in den letzten 10 Jahren schon erkannt, konnte aber immer wieder verschoben werden durch Personal aus dem Ausland, was zudem auch dazu geführt hat, dass die Attraktivität des Berufes immer mehr den Bach heruntergegangen ist.

Stauende

Wie kann man Unfälle und damit viele Todesfälle am Stauende verhindern?

1. Weniger Baustellen = weniger Stau, weniger Stau = weniger Unfälle am Stauende!
Die Verkehrsinfrastruktur und die in den letzten Jahren wegen Sparmaßnahmen nicht durchgeführten Wartungs- und Modernisierungsmaßnahmen habe dazu geführt, dass Autobahnen und Straßen sowie Brücken dem zunehmenden Verkehr, insbesondere dem Schwerlastverkehr nicht mehr standhalten.

Die Baustellen sind nun mal nicht zu vermeiden. Das Baustellenmanagement allerdings kann so umgestellt werden, dass die Baustellen nicht Jahre dauern und in kürzerer Zeit fertiggestellt werden, bevor eine neue Baustelle aufgezogen werden sollte.

Unser öffentliches Ausschreibungssystem, die Vorschriften zur Errichtung und Ausführung von Arbeiten auf der Autobahn sollte auf den Prüfstand, um die Laufzeit der Baustellen so kurz wie möglich zu halten, statt Geld zu sparen, das jeder einzelne im Stau stehende Verkehrsteilnehmer verliert.

Dass wir den Anschluss an die Digitalisierung hier im Land verloren haben, hat uns Corona deutlich gezeigt.

Wir sollen autonom fahrende Autos entwickeln können, bekommen es aber nicht hin, dass wirksam vor einem Stauende gewarnt wird?

Und? Wie lange gibt es schon das Bestreben, dass sich Fahrzeuge untereinander verständigen können?
https://www.car-2-car.org/


2. Notbremsassistenten
Die EU bekommt es nicht hin, den technisch neusten Assistenten verpflichten einzuführen und eine Abschaltung der Funktion zu unterbinden?

Übersteuern ja, Abschalten nein. Damit haben wir auch die Kraftfahrer überzeugt, ihn zu nutzen, die gegen alle Technik im Fahrzeug ist.

Hier stehen wirtschaftliche Interessen über dem Leben von Menschen!


3. Digitalisierung

Wieso wird die Digitalisierung nicht einmal in die Richtung flexible und brauchbare Navigation mit Funktionen wie sinnvolle Baustellenumfahrung, Verkehrssteuerung und Umleitungsmanagement gelenkt?

Wenn ein Navigationssystem flexibel anhand von aktuellen Verkehrsdaten erkennen kann, welche Strecken welche Auslastung haben, könnte die Streckenführung so verändert werden, dass alle Nutzer die geringst mögliche Straßenauslastung nutzen.


Zu viel Aufwand, um Menschenleben zu retten, die Fahrer, die in das Stauende fahren waren alle durch ihr Handy abgelenkt.

Einfache Lösung! Im Lkw werden Störsender installiert, die das Handysignal blockieren, solange der Motor läuft. Wird der Störsender abgeschaltet oder manipuliert, sendet er ein Signal und der Lkw ist bei der nächsten Kontrolle dabei.

Das wird zwar nicht die Unfallzahlen erheblich reduzieren, aber denen, die behaupten, dass die Unfälle nur durch die Ablenkung mit dem Handy passieren, den Wind aus den Segeln nehmen.

Oder die Rahmenbedingungen der Fahrer werden geändert, keine Wartezeiten an den Ladestellen, keine zusätzlichen Ladearbeiten, mehr Parkplätze zur Einhaltung der Ruhezeiten, mehr Kontrollen auf wirklich durchgeführte Ruhezeiten und Pausen usw.

Ich gewöhne mich so langsam an diese Meldungen, sie werden zur täglichen Normalität, dann sind sie nicht mehr so erschreckend!

Aber hinter jeder Meldung steht ein Mensch mit Familie ...


"Stauende" vollständig lesen

15 Stunden sind die Regel?

Welche Arbeitsbelastung hat der Kraftfahrer wirklich?

In der Theorie ist das relativ einfach zu beantworten:

Arbeitszeitgesetz: 48 Wochenstunden im Durchschnitt.
561/2006: 45 Stunden in der Woche im Durchschnitt.

Und am Tag begrenzt die Schichtzeit ihn bei einer möglichen 6 Tageswoche auf 13 und 3 Mal in dieser Woche auf 15 Stunden.

Ohne jetzt auf die mehr oder weniger komplizierten Ausgleichs- und Sonderreglungen eingehen zu wollen, die Schichtzeit umfasst alle Tätigkeiten, die der Kraftfahrer an einem Tag leistet.

Also:
Pause, Arbeiten, Bereitschaft und Lenken.

Die Lenkzeit ist auch festgelegt, sodass er theoretisch nur 9 Stunden und 2 Mal in der Woche 10 Stunden lenken kann.

Dabei muss er mit einer Lenkzeit von 9 Stunden 45 Minuten Pause machen und bei einer Lenkzeit von 10 Stunden 90 Minuten.

Da das Arbeitszeitgesetz ihn aber bei 10 Arbeitsstunden begrenzt (Lenken ist Arbeitszeit), könnte er an diesem Tag weder sein Fahrzeug auf die Verkehrssicherheit kontrollieren (gesetzlich und von der Berufsgenossenschaft vorgeschrieben) oder beim Kunden den Papierkram erledigen und schon gar nicht Lade- oder Ladungssicherungstätigkeiten ausführen.

Wie das dennoch funktioniert, ist doch relativ einfach, die Verkehrssicherheit lassen wir an mindestens zwei Tagen einfach mal weg, da ich beim Be- und Entladen Bewegung habe, kann ich das auch mal auf dem Gerät als Pause deklarieren, Papierkram ist ja eigentlich auch keine Arbeit.

Was glaubt der Verfasser dieser Arbeitsschutzgesetze, die ja eigentlich sehr viel Sinn ergeben, wie es in der Praxis laufen muss, damit im Rahmen der Gesetze bzw. der Angaben, die der Fahrer macht, damit sie eingehalten werden die Logistik funktioniert?

Und zahlt der Unternehmer eigentlich die Arbeitszeiten in der Pause?
Ist der Arbeitnehmer in seiner Pause über die gesetzliche Unfallversicherung bei einem Arbeitsunfall versichert?

Schlimmer finde ich, dass der Kraftfahrer dieses Spiel einfach mitmacht, ohne sich einmal auszurechnen, wie viel Geld er für seine Arbeitspausen am Tag denn wirklich verdient hat.

Bei der Arbeitsbelastung sind nicht einmal der Stress wegen fehlender Parkplätze, Terminmanagement beim Kunden, Kontrollen durch die Polizei und Stau auf den Autobahnen eingerechnet.

Und zu guter Letzt braucht keiner die Unfälle und die Toten am Stauende nur auf die Ablenkung während der Fahrt zu schieben, das ganze System sollte von allen Seiten einmal betrachtet werden.

Wer soll es den Berufseinsteigern verdenken, wenn Sie nach einer kurzen Zeit als Kraftfahrer merken, dass hier einiges nicht passt und den Beruf nicht ausüben wollen.

Ich frage mich, ob der Gesetzgeber wirklich so ahnungslos ist oder eine gute Mine zum bösen Spiel gemacht wird, um den Warenfluss zu einem günstigen Preis in Gang zu halten.

Spesen sind kein Lohn.

Unterhält man sich über den Verdienst, kommt schnell das Thema Spesen auf den Tisch.

Die Frage für den Arbeitnehmer ist in der Regel völlig legitim, wie viel Geld habe ich am Monatsende auf meinem Konto nicht wo kommt es her.

Also rechnen die meisten ihre 14 bzw. 28 Euro (Stand 2021) täglich zum Verdienst hinzu.

Aber was genau sind denn Spesen?

Spesen heißen Verpflegungsmehraufwendungen und sind für Essen und Getränke in Gaststätten, Übernachtungs- und Reisenebenkosten, Gebühren für Toiletten- und Duschräume oder auch Park, Maut, Taxi und Telefongebühren.

Diese können vom Arbeitgeber pauschal erstattet werden.

Rechnet man sich einmal einen Monat aus, wie viel Geld man für diese Mehraufwendungen ausgeben muss, landen tatsächlich nicht die vollen Beträge am Ende des Monats auf dem Konto.

Weiterhin sollte man daran denken, dass die Spesen nur bezahlt werden, wenn man auch arbeitet.

Bei Krankheit und Urlaub fallen diese Beträge weg.

Warum arbeiten eigentlich so viele Rentner noch als Kraftfahrer, statt am Meer zu liegen oder Städtereisen ohne Lkw zu machen?

Richtig! Die Spesen werden auch nicht bei der Rentenhöhe berücksichtigt.

Junge Menschen denken in der Regel aber nicht über ihre Rentenhöhe nach, wenn sie dann aber ansteht, wundern sich viele, warum bei so viel Auszahlung von monatlichem Geld die Rente so gering ausfällt.

Also sollte man bei der Auswahl seiner Arbeitsstelle daran denken, der Lohn ist für die Arbeit, die Spesen sind für die Mehraufwendungen, die ich dadurch bestreiten kann.